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DIE  RUSSLANDDEUTSCHEN

 

Konservativen

 

 Die National-Konservative Bewegung der Deutschen aus Russland

  Artikel

 

„Jugend wider den Zeitgeist“
 

Das Thema „Jugend wider den Zeitgeist“, bewegte mich schon immer. Es wurde auch zum Hauptgedanken meines Buches, das ich 2007 veröffentlicht habe. Es heißt: Heimat ist ein Paradies. Allein der Titel ist für viele politisch korrekte Deutsche schwer verdaulich. Sogar für unpolitische Menschen ist es oft nicht so leicht, ohne Hemmungen darüber zu sprechen.
Vor einpaar Monaten rief bei mir ein unbekannter Mann an und wollte ein Buch bestellen.
„Welches Buch?“ wollte ich wissen.
Nach einigem Zögern sagte er: „Ich habe vor zwei Wochen in einer Allgäuer Zeitschrift einen Buchprospekt gesehen… Und dieses Buch möchte ich gern bestellen!“
„Wie heißt es denn?“ fragte ich wieder, als ob ich tatsächlich nicht wissen würde, was er gemeint hatte.Es war für meinen Gesprächspartner nicht so einfach, den Titel meines Buches Heimat ist ein Paradies über die Lippen zu bringen. 

 Als ich ihm noch vertraute, daß die Idee der Nation und der Volksgemeinschaft mein weltanschauliches und politisches Bekenntnis ist, war er sicher nicht mehr froh darüber, daß er überhaupt bei mir angerufen hatte.
Daraufhin entwickelte sich eine lange Diskussion über die Bergriffe wie Nation und Nationalismus. Ich habe ihm die allgemeingültige Bedeutung dieser Wörter in Erinnerung gerufen. Nationalismus bezeichnet eine politische Richtung, die meint, daß die Menschheit sich von Natur aus in viele gleichberechtigte Völker teilt, wobei jedes Volk seinen eigenen Nationalcharakter hat. Die Erhaltung und Weiterentwicklung seiner Kultur und seiner Lebensweise ist daher nur in einem Nationalstaat möglich, in dem alle Staatsgewalt wirklich vom Volke ausgeht. Ein überzeugter Nationalist – im positiven Sinne dieses Wortes – ist ein Mensch, der jedem Volk auf dieser Erde uneingeschränkt die gleichen Rechte einräumt, die er auch seinem eigenen Volk wünscht. Ein Nationalist ist schließlich ein Mensch, der seine Heimat und sein Volk von Herzen liebt und bereit ist, für das Wohlergehen dieser großen Familie alles zu geben.
Einige Wochen später, als mein Gesprächspartner das Buch gelesen hatte, rief er noch einmal bei mir an. Diesmal konnten wir unverkrampft und lange über die darin vertretenen Ansichten sprechen. Ich erwähnte auch unser erstes Gespräch, in dem er so große Hemmungen hatte, den Titel meines Buches auszusprechen.
Ja, sagte er, allein der Titel ist ein klares weltanschauliches Bekenntnis! Eine Herausforderung an den herrschenden Zeitgeist, der uns einfach gefangen hält!
„Und jetzt!“ wollte ich wissen. „Sind Sie zumindest jetzt von diesem Zeitgeist befreit worden?“
„Ja!“ bestätigte er, „Ich teile ihre Ansichten uneingeschränkt!“
„Dann sind Sie auch ein Nationalist?“ fragte ich ihn ungeduldig.
Offensichtlich war das wiederum zu voreilig. Denn plötzlich verstummte mein Gesprächspartner. Ich dachte bereits, mein Telefon wäre auf einmal kaputt.
„Sind Sie noch da?“ fragte ich.
„Ja, ja! Ich bin noch da…“, sagte er schließlich und fügte nicht ohne Vorwurf hinzu: ich habe ihn mit meiner Frage schon wieder an die Wand gedrückt!
Ich muß euch ehrlich sagen, zu diesem Zeitpunkt war es mir, als wäre ich ein mittelalterlicher Exorzist, der die bösen Geister (oder auch die bösen Zeitgeister) aus einem Besessenen austreiben wollte.
 

Mit dieser kurzen Geschichte wollte ich euch nur verdeutlichen, welche unheilvolle Wirkung der heutige Zeitgeist auf die Menschen ausübt. Wie tief er in ihre Seelen eingedrungen ist. Was früher für alle rechtschaffenen Menschen selbstverständlich war, wurde nun dermaßen in Verruf gebracht und mit Lügen überzogen, daß oft sogar die vernünftigen und naturverbundenen Menschen Hemmungen haben, ihr Gefühl für unsere Heimat und unser deutsches Volk offen zu zeigen. Dies passiert nicht, weil unsere Menschen feige sind. Nein! Viele Deutsche sind einfach verunsichert und wissen selbst nicht mehr, wie sie ihr Gefühl einordnen sollten. Ob sie stolz auf ihr Land und ihr Volk sein dürfen oder ob sie sich schämen müssen. Diese Unsicherheit raubt ihnen Kraft und macht sie unglücklich.
Dabei ist die aufrichtige Liebe zum eigenen Volk eines der schönsten und edelsten Gefühle überhaupt.
 

 „Steh’ zu deinem Volk, es ist dein angeborner Platz!“ sagte uns Friedrich Schiller. Doch gerade diese Lebenseinstellung wird heute zum Hauptangriffspunkt besonders in den deutschsprachigen Medien.

Ich versuche zunächst einmal in groben Zügen die Frage zu beantworten: was dieser verderblich empfundene Zeitgeist eigentlich ist und vor allem, wo er herkommt.
Sehr oft sprechen die Menschen vom Zeitgeist. Nicht wenige empfinden ihn als eine drohende dunkle Wolke, die sich über unserem Land ausgebreitet hat; sogar als unabwendbares Schicksal. Ohnmächtig ihn in Worte zu fassen, geschweige denn ihn zu bekämpfen.
Nun. Als Zeitgeist bezeichnet man im allgemeinen die vorherrschenden intellektuellen Überzeugungen und Ideen, Meinungen und Lebensauffassungen, die das soziologische, kulturelle und religiöse Klima einer Epoche bestimmen. Im besonderen Maße aber bestimmt der Zeitgeist die Verhaltensregeln der Menschen und die Ethik.
Nun leben wir in einer Epoche, die wir als Nachkriegszeit bezeichnen. Gleich nach dem großen Kriege geriet das besiegte Deutschland unter den alles beherrschenden Einfluß der Siegermächte. Sie haben ein geistiges Klima geschaffen, das unser Volk kriminalisierte und gleichzeitig die Lebensvorstellungen der Sieger glorifizierte. Neben der Verhöhnung des deutschen Gemeinschaftsgedankens predigte man den absurdesten Individualismus und eine zügellose Konsumgesellschaft.
 

Eine besondere Rolle spielte dabei die ideologische Umerziehung der deutschen Kinder. An den Schulen wurde unser Volk hemmungslos belogen. Den jungen Menschen wurden die übelsten Horrorgeschichten erzählt: die Deutschen hätten aus den Leichen ermordeter Juden Seife gemacht und aus ihrer Haut Lampenschirme. Die Siegermächte wußten ganz genau, daß diese Lügengeschichten nicht im geringsten stimmten. Mehr noch, sie haben diese Geschichten selbst frei erfunden, um unsere Menschen tief ins Herz zu treffen.
Leider hat die Kriegsgeneration damals keine Kraft gefunden, diesen Verunglimpfungen wirkungsvoll Widerstand zu leisten. Zu gewaltig war der Eindruck der Niederlage, die von vielen damals als Ende der deutschen Welt empfunden wurde. Nicht wenige haben gedacht, daß die Zeit alles heilen würde; daß der Propagandakrieg gegen das deutsche Volk doch irgendwann aufhört und ihre Kinder später wieder ein normales Leben führen würden.
Vor nicht so langer Zeit traf ich ein älteres Ehepaar. Sie berichteten mir davon, daß sie erst jetzt ihren bereits betagten Kindern von den eigenen erschütternden Kriegserlebnissen erzählt haben. Über die grausame Vertreibung, über den sinnlosen Mord an deutschen Frauen und Kindern. Darüber, was sie damals bewegt hatte. Auf die Frage, warum sie den Kindern so lange die Wahrheit vorenthalten haben, antworteten sie mit einem einzigen Satz: Sie wollten ihre Kinder mit diesem Trauma nicht belasten.

Und das ist kein Einzelfall! In vielen Familien wurde der Krieg zu einem strickten Tabu. Man hat den Kindern über diese Zeit überhaupt nichts erzählt. Später mußte die Kriegsgeneration leider erkennen, daß dieser Weg falsch war. Der große Krieg war längst zu Ende, doch der mediale Feldzug gegen die Deutschen wollte nicht aufhören. Im Gegenteil! Er gewann immer mehr an Dynamik und Stärke. 

Ich möchte jetzt auf keinen Fall der Kriegsgeneration dafür Vorwürfe machen, daß sie die weltanschauliche Erziehung ihrer Kinder den Siegern und ihren Helfershelfern überließen. Zu groß war damals die Enttäuschung, zu schmerzhaft die Erinnerung. Viele können bis heute nicht an diese schrecklichen Ereignisse zurückdenken.
Leider ist es eine unumstößliche Tatsache, daß sehr viele deutsche Kinder in den 50er und besonders in den 60er Jahren ihre Vorstellungen über die Ursachen, über den Verlauf des Krieges, ja selbst über die sittliche Verfassung unseres Volkes weitgehend von den Siegern übernommen haben. Die Folgen dieser verhängnisvollen Entwicklung ließen nicht lange auf sich warten.
 

Um die Mitte der 60er Jahre zeichnete sich in Deutschland ein Phänomen ab, das viele Menschen in unserem Lande zunächst einmal sprachlos machte. Aus der Mitte der bürgerlichen Gesellschaft tauchte eine Gruppe von Studenten auf, die für die bestehende gesellschaftliche Ordnung nur noch Hohn und Verachtung übrig hatten. Lautstark forderten sie Freiheit und Mitbestimmung, verkündeten angeblich neue Ideale und beschuldigten die Vätergeneration, sie seien nichts anderes als ein Haufen verkommener Mörder.
Das, was frührer von den meisten Deutschen als Fortsetzung der alliierten Kriegspropaganda empfunden wurde, begann nicht nur in den Machtstrukturen des Staates Fuß zu fassen, sondern drang langsam in die Gesellschaft hinein und vergiftete breite Schichten unseres Volkes.
 

Viele Bürger haben damals den außer Band und Rand geratenen 68-ern ohnmächtig zugeschaut und konnten nicht begreifen, was diese Studenten eigentlich wollten. Nicht lange hat es gedauert, bis die Katze aus dem Sack war. Eines der Ziele dieser Studentenbewegung lief auf einen Begriff zu, der mit unserem heutigen Thema unmittelbar verbunden ist. Diese Studenten wollten eine Kulturrevolution auslösen. Das heißt einen neuen Zeitgeist etablieren.
Was war aber diese neue Kultur? Welche Werte sollten eingeführt werden? Erst wenn wir die Fragen beantwortet haben, können wir überhaupt die eigentliche Tiefe der heutigen Geisteskrise in Deutschland begreifen und die richtigen Mitteln für deren Überwindung finden.
 

Nun ja! Was waren also die moralischen Grundlagen dieser sogenannten Kulturrevolution? Wenn man den politischen Kern, der auf den Lehren des Marxismus, teilweise sogar des Leninismus und Maoismus gründete, unbeachtet läßt, so stellt sich sehr schnell heraus, daß es im Falle der 68er keineswegs um eine neue Kultur handelt, sondern um einen dreisten Versuch, die Fundamente der sittlichen Ordnung zu erschüttern, unsere Tradition, die seit Jahrtausenden den nachwachsenden Generationen Orientierung im Leben gab, zu zerstören! Dieser Angriff war viel schwerwiegender als die sonstigen politischen Forderungen der 68er. Er richtete sich gegen die Seele unseres Volkes! 

Heute versucht man die 68er Revolte als etwas Wohlgemeintes, gar etwas Edles darzustellen. Einige der damaligen SDS-Aktivisten sprechen von einem ehrlichen (sogar rührend naiven) Verlangen der schuldlosen Studenten nach einer besseren Welt. Sie seien linke Romantiker gewesen, beinahe furchtlose Ritter der Kulturrevolution.
Es lohnt sich aber, sich diese Ritter näher anzuschauen. Und zwar ohne Mittelsmänner! Es gab übrigens im Internet mehrere Filme (die leider sehr schnell von dort wieder verschwunden sind), die zu damaliger Zeit gedreht wurden. Und was besonders wertvoll und wichtig ist: diese Filme wurden von den 68ern selbst gedreht. Auf diese Weise erkennt man sehr deutlich, was sie waren oder zumindest, was sie sein wollten.
Was sehen wir in diesen Filmen? Wir sehen junge Menschen, die sogenannte freie Liebe fordern. Dabei verstehen sie darunter nicht etwa das schöne Gefühl zweier Menschen. Nein! Die Liebe reduziert sich bei diesen hochedlen Rittern auf einen ungezügelten Sex, der alle Vorstellungen unserer Vorfahren über Unzucht um ein vielfaches übertrifft. Die besonders Fortschrittlichen belehrten die anderen, daß es verachtenswürdig sei, wenn man zweimal mit dem gleichen Partner geschlafen habe. Wenn das nicht Sodom und Gomorrha ist?!
Doch es gab noch etwas, war viel wichtiger und fataler erscheint: Es ging in diesem Falle nicht nur darum, daß man ihnen in ihrem eigenen Privatleben diese verwerfliche Verhaltensweise verboten hat. Nein! Diese Freiheit hatten sie ohnehin! Sie wollten ihre perversen Ansichten ungehemmt in die Gesellschaft tragen dürfen! Darin sahen sie auch ihre revolutionäre Mission!
Der zweite Aspekt der sogenannten Kulturrevolution bestand in der unverhohlenen Verachtung gegenüber der Familie und den Kindern. Werte, die unsere Vorfahren zu jeder Zeit als etwas Unantastbares, ja Heiliges angesehen hatten! Bis heute greifen die in die Jahre gekommenen Feministinnen jeden an, der es nur wagt, über Mutterglück zu reden! Die Abtreibung von Kindern heißt bei diesen Gutmenschen das Selbstbestimmungsrecht der Frauen. Drogen gehörten zu dieser neuen Kultur der 68er genauso wie die körperliche Verwahrlosung. Es genügt, sich den Film „Die Entweihung eines Denkmals“ anzusehen, um Zeuge eines beispiellosen Zynismus und Verachtung gegenüber eigener Geschichte und Kultur zu sein.
(einige Wochen nach der Verfassung dieser Rede verschwanden alle genannten Filme aus dem Internet, unter anderem auch dieser Film). 
Ich habe mir oft genug die Frage gestellt, was würden denn unsere Ahnen zu diesem bunten Treiben sagen, wenn sie diesen unwürdigen Haufen erlebt hätten. Nur eine Antwort drängte sich mir in diesem Zusammenhang auf. Entfesselte Niedertracht wäre das richtige Wort, um die Geisteshaltung dieser Revolutionäre zu bezeichnen!
Wenn man die politischen Aspekte der 68er Bewegung außer Acht läßt, so stellt man fest, daß sie vor allem die Fundamente unserer sittlichen Ordnung angegriffen haben. Familie, Kinder, Volksgemeinschaft wurden genauso verpönt wie unsere Tradition und Geschichte.
Doch es gab an der Revolution der 68er eine Besonderheit, die sie so gefährlich und verhängnisvoll gemacht hat.
 

Schlauerweise ging diese Bewegung – mit Ausnahme der RAF – nicht an die Grenze des bewaffneten Aufstandes. Denn nach einigen schmerzhaften Erfahrungen mußten sie feststellen, daß ihre Kulturrevolution in der Bevölkerung keine Unterstützung fand. Daher gingen sie einen anderen Weg: die Unterwanderung des Staates! Sie verkündeten offen den sogenannten Marsch durch die Institutionen und wir müssen nun gestehen, daß dieses Vorhaben ihnen tatsächlich gelungen ist.
Das, was früher die Geisteshaltung einiger Spinner war, beherrscht mittlerweile das öffentliche Leben, bestimmt unsere Politik und dringt mit ihren zersetzenden Erziehungsmethoden bis in die Kindergärten hinein. Kirchen, Parteien, Vereine und Verbände – kaum noch eine Organisation kann heute von sich behaupten, sie wäre frei von dem Einfluß der 68er. Sie haben es tatsächlich geschafft, ihren Zeitgeist zu etablieren!
Dabei gingen die 68er in der Zersetzung unserer Volksgemeinschaft weit über die Erwartungen der Sieger. Sie haben eine Eigendynamik entwickelt, die in der Welt wirklich einmalig ist.
 

Damals hatten die 68er vollmundig die Freiheit gefordert. Und zwar in allen Bereichen. Nun stellt sich aber heraus, daß auch diese Forderung nur eine geschickt getarnte Lüge war. Sie haben die Freiheit nur für sich selbst eingefordert. Sobald sie an der Macht waren, begannen sie eben diese Freiheit Schritt für Schritt einzuschränken.
Zu den auferlegten Zwängen der Besatzungsmächte, die uns bis heute beherrschen, gesellte sich nun eine nie dagewesene juristische und mediale Verfolgung der Andersdenkenden. Das Grundgesetz unseres Landes wurde durch die gegenwärtige Gesetzgebung und Rechtsauslegung einfach außer Kraft gesetzt. Die ungehemmte politische Zensur, versteckt unter der harmlos klingenden Bezeichnung „Jugendschutz“, erzeugte eine Atmosphäre geistiger Knechtschaft, die letztendlich die schleichende Selbstzensur bewirkte, die auf deutschem Boden in dieser Form ein Novum darstellt.
Viele Menschen verlieren unter solchen Umständen den Rest an Mut und Widerstandskraft.
Man stellt sich die Frage: Wird man es überhaupt noch schaffen, aus einer solch mißlichen Lage herauszukommen? Ist es nicht schon ohnehin alles verloren? Wie kann man da noch an einen Umbruch denken?
Ich wage es zu behaupten, daß gerade in solchen Zeiten die Voraussetzungen für die grundlegenden Veränderungen entstehen. Wenn wir in die Geschichte zurückblicken, können wir feststellen, daß für die Bevölkerung selbst solche Ereignisse fast immer unerwartet kamen. Obwohl fast jeder die in der Luft hängende knisternde Spannung deutlich spürte, konnte die breite Masse des Volkes nur selten die Tragweite der bevorstehenden Umbrüche richtig einschätzen. Selbst die sogenannten politischen Eliten sind nicht immer in der Lage, die elementare Kraft der kommenden Umwälzungen zu erkennen.
Und in der Tat, ist es gar nicht so leicht. Das Alltägliche verstellt uns viel zu oft die Sicht auf die wichtigen Veränderungen, die fast immer im Verborgenen stattfinden. Man schaut sich umher und glaubt einfach nicht, daß ausgerechnet diese politisch völlig desorientierten Menschen fähig wären, überhaupt etwas zu bewirken. Von den revolutionären Umwälzungen ganz zu schweigen!
 

Ein bekannter Professor erklärte mir vor nicht so langer Zeit, daß wir buchstäblich den Zustand des letzten Menschen erreicht haben, von dem uns noch Nietzsche gewarnt hatte. Dieser letzte Mensch zeichnet sich dadurch aus, daß er völlig willenlos einfach so dahinvegetiert:  Ein Lüstchen am Tage, ein Lüstchen nachts, ansonsten sind wir angeblich nur noch in der Lage, mit den Augen zu blinzeln, während die Ereignisse uns wie kraftlose Spänne in den Abgrund reißen.
Einer meiner Freude erinnerte mich in diesem Zusammenhang sogar an einen russischen Witz: In eine sowjetische Kleinstadt kam ein hochrangiger Kommunist aus Moskau und erklärte den örtlichen Parteifunktionären, daß man in einer Woche die Preise für Lebensmittel um 500% erhöhen würde. Und daß die Partei aus diesem Grunde einen Volksaufstand befürchte.
„Unsinn!“ beteuerte der örtliche Parteiführer und versprach ihm das Gegenteil zu beweisen.
In einer Stunde wurde die gesamte Stadtbevölkerung auf den Marktplatz zusammengetrieben. Danach wurde dem Volk feierlich erklärt, daß man am nächsten Tag alle Stadtbewohner einschließlich Kinder, Frauen und Greise auf dem Marktplatz erhängen würde. Nach der Verkündung dieser Neuigkeit klatschte die Menge begeistert und wirkte durchaus glückselig.
Allerdings meldete sich etwas später ein Mann aus dem Volke und wollte unbedingt wissen: ob er den eigenen Strang mitbringen sollte oder werden die Hilfsmittel für die Exekution von der Gewerkschaft zur Verfügung gestellt. 

Ähnlicher Eindruck könnte bei dem einen oder dem anderen auch hierzulande entstehen. Die deutsche Regierung unterschrieb, soviel mir bekannt ist, mit auswärtigen Mächten abenteuerliche Abkommen, die jeden deutschen Staatsbürger verfassungswidrig an die sogenannte UNO-Polizei ausliefern würde. Ohne daß man dabei irgendeine juristische Möglichkeit hätte, sich zu verteidigen. Nicht einmal die deutsche Regierung selbst wäre berechtigt, über die Gründe der Verhaftung zu erfahren.
Oder nehmen wir die jüngste Ratifizierung des EU-Reformvertrages, die unser Grundgesetz außer Kraft setzen würde. Und? Ist etwas bei uns passiert? Gar nichts! Niemand geht auf die Straße, geschweige denn auf die Barrikaden.
Doch diese Stille ist trügerisch. Sie gibt nur Aufschluß über den Grad der Entfremdung der Regierung von ihrem eigenen Volk. Die Menschen verlieren den Glauben an die Reformfähigkeit der deutschen Politik und empfinden den Staat in zunehmendem Maße als eine feindliche Macht, die über ihr Leben nach Belieben entscheidet.
Ich möchte hier mit aller Entschiedenheit behaupten, daß dies der Anfang vom Ende dieser politischen Gruppen ist! Die Stille sollte euch nicht über die wirkliche Stimmung im Volk hinwegtäuschen.
Die weitreichenden Umbrüche entstehen nicht im luftleeren Raum. Die Voraussetzungen dafür beginnen in der Regel viel früher zu reifen. In der Friedenszeit dauert es oft viele Jahre, bis dann ein anscheinend unbedeutender Anlaß eine gewaltige Explosion auslöst.
Nun kann man natürlich sagen, daß es solche Warnungen schon immer gab. Einer meiner Bekannten, der inzwischen 80 geworden ist, klagte mir neulich: er sei schon müde, auf die deutsche Revolution zu warten.
Lassen wir diese Stimmungen zunächst einmal unbeachtet und wenden uns einer Studie zu, die eigentlich für jeden ziemlich unverdächtig erscheinen sollte. Sie wurde, soweit bekannt ist, nicht für die breite Öffentlichkeit erstellt. Und schon gar nicht, um uns zu täuschen. Man wollte offensichtlich nur die eigene Regierung informieren. Jetzt ist sie bekannt geworden! Dieses Dokument hat für uns Deutsche eine besondere Bedeutung, da es darin auch um unsere deutsche Heimat geht.
 

Es handelt sich um eine Studie des amerikanischen Auslandsgeheimdienstes CIA. Sie wendet sich der Bevölkerungsentwicklung in den europäischen Ballungsgebieten zu. Unter anderem wurden auch die deutschen Verhältnisse unter die Lupe genommen. Die Studie prognostiziert um das Jahr 2020 die Unregierbarkeit der europäischen Ballungszentren. Es werden Teile des Ruhrgebietes genannt. Berlin, Stuttgart, Ulm werden dabei besonders erwähnt, genauso wie das Rhein-Main-Gebiet. Man spricht offen und ohne Beschönigungen vom bevorstehenden bewaffneten Bürgerkrieg.
Ich wiederhole: vom bewaffneten Bürgerkrieg!
In Deutschland hat man inzwischen vergessen, was das bedeutet. Viele glauben auch, daß die Bürgerkriege sich auf das weit entfernte Ausland beschränken. Die Realität sieht leider anders aus. Die Studie spricht auch die Ursachen für diese dramatischen Ereignisse an. Es sind die Migrationsbewegungen und der mangelnde Intergrationswille von Migranten, die sich „rechtsfreie ethnisch weitgehend homogene Räume“ erkämpfen und diese gegenüber allen Integrationsversuchen auch mit Waffengewalt verteidigen würden.
Es ist wichtig festzustellen, daß dieser Bürgerkrieg nicht dadurch ausbricht, weil wir Deutsche angeblich so intolerant oder ausländerfeindlich sind. Nein! Davon ist in dem genannten Dokument keine Rede. Die Ursache des zukünftigen Konflikts wird darin bestehen, daß die Immigranten aus der Türkei und aus den arabischen Ländern nicht einmal daran denken, unsere Kultur und unsere Vorstellungen vom Leben zu übernehmen.
Die CIA behauptet vor diesem Hintergrund, daß Teile Europas „implodieren“ würden und die Europäische Union in ihrer derzeit bekannten Form auseinanderbrechen werde.
Man kann dieser nüchternen Analyse der CIA nur zustimmen. Der multikulturelle Alptraum, der von großen Teilen unserer „sogenannten“ Eliten immer noch geträumt wird, ist damit endgültig ausgeträumt. Diese Erkenntnis dringt in das Bewußtsein der breiten Massen und wird in absehbarer Zeit den vorherrschenden Zeitgeist brechen.
Weder die wirtschaftlichen Daten, noch die Versuche der Presse, die Diskussion auf die Erörterung der zweitrangigen Themen zu reduzieren, werden in der Lage sein, die dramatische Schärfe der Krise zu vertuschen. Die meisten Menschen spüren, daß der Weg, auf dem die Gesellschaft voranschreitet, uns zwangsläufig in eine Sackgasse führen wird. Kein Politiker würde es heute wagen, offen und ehrlich die Frage zu beantworten, wie unser Land in zehn oder sagen wir in zwanzig Jahren aussehen würde, wenn keine grundlegenden Änderungen der gegenwärtigen Politik stattfinden. Sie regieren ohne jegliche Perspektive einfach dahin!
 

Jeder von uns trägt die Verantwortung dafür, welche Zukunft unser Volk erwartet. Würden wir die Kraft finden, uns wieder zu einer Schicksalsgemeinschaft zusammenzuschließen, oder werden wir versagen? Das sind die wichtigsten Fragen, die derzeit vor unserem Volk, und noch mehr vor der deutschen Jugend stehen.
Wenn ich über die schwere Lage in den Berliner Schulen lese, wo in vielen Klassen nur ein paar deutsche Schüler geblieben sind, so kann ich mir hautnah ihren seelischen Zustand nachempfinden. Was kann ein deutscher Junge fühlen und denken, wenn sogar die Lehrer Angst haben, ohne Polizeischutz in die Klasse einzutreten? Man hat diesem Jungen nicht nur die glückliche Kindheit gestohlen. Man hat ihm die Heimat gestohlen!
Ihn und seine Familie kann man nicht mehr betrügen. Keine beruhigenden Gesänge unserer Politiker sind imstande, ihm die schützende Wärme zu ersetzten, die nur im Schoße des eigenen Volkes möglich ist. Eines Volkes, das durch das aufrichtige Gefühl der Zusammengehörigkeit verbunden ist.
Es ist für viele Menschen bestimmt nicht so leicht, meine Überzeugung zu teilen, wenn ich sage, daß ein gewaltiger Umbruch bereits in den nächsten fünf bis zehn Jahren kommen kann. Doch ich hatte das Glück, den totalen Zusammenbruch der Sowjetunion hautnah zu erleben.
Wenn jemand damals, um das Jahr 1983 die Menschen gefragt hätte, wann die Sowjetunion zugrunde gehen würde, hätten sie einen solchen Menschen mit vollem Ernst gefragt, ob er noch bei Sinnen sei! Die allgemeine Überzeugung war: Wenn überhaupt, dann würde es noch Jahrhunderte dauern, bis das sowjetische Riesenreich untergeht.
Und aus damaliger Sicht hatten sie anscheinend recht.
Die Sowjetunion verfügte über einen Geheimdienst, der einmalig in der Welt war. Er überwachte lückenlos alles und alle. Es gab keine oppositionellen Parteien oder Verbände, die einen organisatorischen Zusammenhang bilden könnten. Keine kritischen Zeitungen! Nichts! Aber wirklich gar nichts!
Völlig zu recht hätte man sich damals fragen können: Woher sollte denn der Widerstand kommen, um gegen eine solche Übermacht an Personal und Mittel zu rebellieren?
Und wenn jemand den Menschen damals gesagt hätte, daß Anfang 90er Jahre zweitweise auch noch die kommunistische Partei verboten sein würde, hätten sie einem solchen Menschen dringend geraten, den Psychiater aufzusuchen.
Das ist kein Witz! Zu jener Zeit war man in dieser Hinsicht genauso ungläubig, wie es die Menschen heutzutage bei uns sind. Und doch ist die Sowjetunion untergegangen. Sogar ohne einen echten Bürgerkrieg und ohne Blutvergießen!
Jetzt stellt sich die Frage: Warum?
Die Wissenschaftler haben uns eine ganze Reihe von Antworten gegeben. Eine Antwort abenteuerlicher als die andere. Es seien die Rüstungsausgaben, an denen die Sowjetunion angeblich zerbrach. Nicht wenige sprachen sogar, daß die sowjetische Wirtschaft dem wissenschaftlichen Fortschritt nicht gewachsen war. Lauter abenteuerliche Geschichten, die mit der damaligen Wirklichkeit wenig zu tun hatten.
Die Sowjetunion zerbrach aus einem einzigen Grund, weil die Menschen eben den Glauben an das herrschende System verloren haben. Sie glaubten weder Politikern noch sowjetischen Medien. Das natürliche Gefühl der Menschen, das so lange mit brachialer Gewalt unterdrückt wurde, brach nach Stalins Tod nach und nach an die Oberfläche und weckte in den Menschen eine Sehnsucht nach einer anderen Ordnung, die ihrer inneren Welt mehr entsprechen würde. Es war eine intuitive Erkenntnis, daß das Richtige außerhalb dieses korrupten Systems liegt.
Dann wurde es noch abenteuerlicher! Sogar die Kommunisten glaubten nicht mehr an ihre eigenen Leeren. Auf den Parteitagen und in den Versammlungen hat man immer noch Einigkeit zur Schau gestellt, in privaten Gesprächen jedoch erzählte man einander Witze über die eigene Partei.
Diese Entwicklung konnte niemand mehr aufhalten. Nicht einmal der mächtige KGB konnte die Lage retten. Wie eine Titanic begann die Sowjetunion zu sinken. Nicht einmal die Parteibonzen waren bereit, das sowjetische System zu verteidigen und stützen. Sie waren mehrheitlich damit beschäftigt, ihr eigenes Überleben nach dem bevorstehenden Zusammenbruch zu sichern. Die Weitsichtigsten von ihnen erklärten früh genug, sie seien in Wirklichkeit überzeugte Antikommunisten gewesen. Selbst einige KGB-Generäle sind abgesprungen.
So schnell geht es im Leben in Wirklichkeit! Unheimlich schnell!

Was würde denn bei uns in Deutschland losbrechen, wenn der heutige Zeitgeist genauso wie in der UdSSR zerfallen und das korrupte System unter dem Druck des Volkes in Bedrängnis kommen würde? Man wird sich wundern, wie viele glühende Anhänger wir in Wirklichkeit haben. Selbst die Politiker würden scharenweise die Fronten wechseln.
Aber auch heute stellen wir die ersten deutlichen Anzeichen dessen, daß die Menschen zu begreifen beginnen, daß bei uns etwas Grundsätzliches schiefläuft. Nur noch 60% der Bundesbürger glauben an die Zukunftsfähigkeit des heutigen Systems in Deutschland. In Mitteldeutschland sind es nur noch 44%. (Die Daten von 2007)
Eine Sehnsucht nach alten Werten macht sich breit. Noch ist dieses Gefühl nicht so stark, daß die Menschen bereit wären, sich zu organisieren. Noch verspürt man bei ihnen den Zukunftspessimismus und die niederdrückende Ohnmacht. Man kommt sich vor wie ein winziges Rädchen in einem gewaltigen Mechanismus. Und doch spüren wir, daß etwas in Bewegung geraten ist.
Natürlich haben auch die Linken diesen Stimmungswechsel gewittert. Zum ersten Mal in den letzten Jahrzehnten glauben sie, eine echte Chance zu haben, das Blatt zu ihren Gunsten zu drehen.
Daher müssen wir heute zwangsläufig die Frage stellen, was wir, und vor allem die heimatverbundene Jugend, unternehmen sollten, um an die Stelle des bröckelnden Zeitgeistes der 68er dauerhaft unsere eigenen Vorstellungen zu etablieren.
Eins scheint klar zu sein: Es reicht heute nicht mehr, darauf hinzuweisen, was bei uns alles schief läuft. Wie wichtig das auch erscheinen mag, werden wir keinen nennenswerten Erfolg erringen können, wenn wir es nicht schaffen, eine hoffnungsvolle Alternative anzubieten. Eine Alternative, die vor allem positive Kräfte entfesseln würde.
Die Aufgabe der heimatverbundenen Jugend sollte in erster Linie darin bestehen, eine deutliche Antwort auf die Frage zu finden, welche Werte wir vertreten wollen. Die Jugendlichen müssen Klarheit darüber gewinnen, welche Gesellschaft und welchen Staat sie sich wünschen. Diese Idee muß schließlich die Grenzen einer rationalen Begründung sprengen und zu einem sehnsuchtsvollen Traum werden; zu einem erhebenden Gefühl, das die Jugend erfaßt. Um die anderen mitreißen zu können, muß man vor allem selbst felsenfest an diesen Traum glauben und ihn herbeisehnen.
Ich möchte in diesem Zusammenhang an ein Gedicht von Johann Gottlieb Fichte erinnern. Obwohl die meisten dieses wundervolle Gedicht kennen, erlaube ich mir es doch in voller Länge wiederzugeben: 

Du sollst an Deutschlands Zukunft glauben,
An deines Volkes auferstehn.
Laß diesen Glauben dir nicht rauben,
trotz allem, allem was geschehn.
 
Und handeln sollst du so als hinge
Von dir und deinem Tun allein
Das Schicksal ab der deutschen Dinge
Und die Verantwortung wär’ dein.


Wer von einem solchen Geist beseelt ist, der wird auch die anderen begeistern können. Und darum geht es!
Die Suche nach einem Idealzustand der Gesellschaft sollte sich nicht nur auf die intellektuellen Abhandlungen beschränken, wie es oft der Fall ist. Mit Parteiprogrammen allen erreicht man die Menschen selten. Um die positive Grundstimmung im Volk zu erzeugen, muß man versuchen, die eigenen Überzeugungen glaubhaft vorzuleben. Für die anderen ein Beispiel abzugeben.
Natürlich erfordert es in unserer Zeit viel Mut. Offen auszusprechen, was man im Innersten seines Herzens glaubt und denkt, ist heute beinahe eine revolutionäre Tat.
Ich wiederhole: Es gibt viele Menschen, die unsere Mißstände anprangern. Viel seltener sind diejenigen anzutreffen, die ihre Träume offenlegen. Darin liegt aber die positive Kraft, die etwas bewegen könnte. Nur dadurch können wir endlich aus der Defensive herauskommen und die Herzen der Menschen erobern.
In meinem Buch ließ ich meinen Romanhelden Frank Uffelmann einen Aufsatz zum Thema „Mein Traum“ schreiben. Da er auch ansonsten durch seine direkte Art Aufsehen erregte, erwarten seine Klassenkameraden mit Spannung, was er dort alles geschrieben hat. Dieser Aufsatz spielt in meinem Buch eine besondere Rolle. Ich möchte nun einige Stellen aus diesem Aufsatz vorlesen: 

Mein Traum. Er ist so schön wie unerreichbar. Ich weiß ja nicht einmal, ob ich ihn mehr am hellichten Tage oder in meinen schlaflosen Nächten träume. Er ist immer da, er durchdringt mein ganzes Wesen. Er schlummert in meiner Brust und in den Augenblicken der Ruhe, wo die alltäglichen Sorgen zurücktreten und mich von ihrer Last befreien, steigt er aus der Tiefe meiner Seele und bezaubert mich wie die Klänge einer sehnsuchtsvollen Musik immer wieder aufs neue. Er erhebt sich wie die Sonne über meine Zweifel und erfüllt meine Welt mit dem hellen Licht einer neuen Hoffnung.
Ich sehe meine Heimat, meine geliebte deutsche Heimat am frühen Morgen im stillen Glück und im innigsten Frieden. Ich sehe Kirchtürme in den ersten Sonnenstrahlen leuchten. Ich sehe die von fleißigen Händen bestellten Felder, und in allem erkenne ich den mir vertrauten Ordnungssinn meines Volkes – den lebendigen Ausdruck seiner immerwährenden Heimatliebe, seiner innigsten Träume! Ich schaue auf dieses Glück und kann meine Tränen nicht mehr zurückhalten. Eine tiefe Erkenntnis erfüllt mein Wesen. Eine Gewißheit, daß dieser Traum mein Leben wert ist. Und wird es eingefordert, so bin ich bereit. Bedingungslos bereit! Auch wenn ich weiß, daß damit nur ein winziger Bruchteil davon bezahlt werden könnte.
Ich hoffe es, ich weiß es: Ich bin nicht allein!
Mit allen Sinnen spüre ich die Gegenwart verwandter Seelen. Ich nehme ihre Sehnsucht, die gleiche Sehnsucht so deutlich wahr! Ich erkenne ihren leisen Schimmer in den Augen der Menschen, die an mir vorübergehen…
In meinen Träumen habe ich Worte gefunden, um meine Welt zu erklären! Ich spreche zu den deutschen Menschen, und sie verstehen mich und die Hoffnung entzündet ihre Herzen mit neuer Kraft.
In meinen Träumen…
Und wenn ich manchmal in der nächtlichen Abgeschiedenheit die Augen niederschlage, so höre ich die vertrauten Lieder aus längst verhallten Zeiten. Ich tauche in die Vergangenheit meines Volkes ein, in meine Vergangenheit! Ich durchdringe Jahrhunderte und Jahrtausende, und alles, alles fließt in meine Seele wie ein mächtiger Strom des Schicksalhaften. Ich sehe Menschen vom gleichen Blut, deren Teil ich selbst bin. Ich lebe mit ihnen. Ich leide und sterbe mit jedem von ihnen, um am nächsten Morgen wieder geboren zu werden und zu wissen: Ich bin mit ihnen eins, und keine Macht vermag es, mein Leben von ihrem Schicksal zu trennen.
Mein Volk, mein leidgeprüftes Volk lebt in meinen Träumen sein verdientes Glück. Lebt nach seinem Sinn, so wie es je geträumt hat.
In meinem Traum sind die Gassen unserer lieblichen Dörfer und Städte wieder mit Leben gefüllt. Mit Lachen und fröhlichem Lärm spielender Kinder… In meinem Traum sind wir wieder eins. Trotz unserer Sorgen, trotz unseres belanglosen Streits sind wir von einem tief empfundenen Gefühl der Gottgegebenen Verwandtschaft beseelt! Wir sind wieder eine lebendige Schicksalsgemeinschaft! Sie umfaßt nicht nur die Lebenden, sondern auch unsere Vorfahren, denen gegenüber wir nicht als Richter auftreten, sondern uns vor ihnen in Ehrfurcht verneigen.
 

Und zum Schluß schreibt er: 

In meinen Träumen hat mein gutes Volk das Glück, ein Volk zu bleiben. Es hat wieder zu sich gefunden und schämt sich dessen nicht.

Dieser Traum flammte in meiner Seele in frühester Jugend auf, als die Hoffnung, die Heimat je in meinem Leben sehen zu dürfen, am geringsten war. Er erwachte von selbst, ohne daß ich sagen könnte, wann er von mir Besitz ergriffen hatte, und mit diesem Traum werde ich von dieser Welt scheiden. In der Hoffnung, daß diese Träume auch meine Kinder träumen werden. Diese Träume kommen aus der Tiefe meiner Seele und können nicht von mir weichen. Sie sind ein Teil von mirdie Träume von meiner Heimat.
Vielleicht kommen sie aus dem Jenseits. Vielleicht wird mein Volk, wenn nicht auf dieser Welt, dann doch woanders vom Allmächtigen für seine Güte belohnt. Doch in meinen Träumen werden wir auch hier wieder Kraft finden, unser Leben neu zu gestalten.
In meinen Träumen bin ich nicht allein!
In meinen Träumen…
 

Wie sie sehen, ist dieser Traum kein trockenes Parteiprogramm, sondern eine ehrliche, gefühlsbetonte Liebeserklärung an seine deutsche Heimat.
Vor einigen Monaten rief mich ein Leser aus Berlin an und vertraute mir, daß er und seine Frau langjährige PDS Mitglieder sind. Er hat mir berichtet, daß sie gerade bis zu dieser Stelle noch bereit waren, die Grundgedanken meines Buches anzugreifen. Als sie jedoch den Traum gelesen hatten, fühlten sie sich mitten ins Herz getroffen und entwaffnet… Mehr noch, er gestand mir, daß ihr Weltbild ins Wanken gekommen war. Das hat mir als Autor natürlich eine große Freude bereitet
Was ist aber an diesem Traum so besonderes, was viele Menschen entwaffnet?
Das ist die unwiderstehliche Ausstrahlung, ja selbst die Anziehungskraft eines ehrlichen Menschen! Ein tiefgreifender Zauber des guten Willens, der in seiner bedingungslosen Heimatliebe so wundervoll zum Ausdruck kommt!

Viele Leser haben mich gefragt, ob mein Romanheld Frank Uffelmann ein Retter, ja, ob er gar ein Erlöser wäre?!
Darauf kann ich nur eins sagen:
Mein Romanheld ist ein Mensch, der nach der Wahrheit strebt, der sich nicht danach ausrichtet, was ihm die veröffentlichte Meinung oder der Zeitgeist aufzwingt. Er lebt in Übereinstimmung mit seinem Gewissen. Nicht er ist ein Retter und Erlöser, sondern die Idee, die in seinem Herzen brennt!

Sie ist nicht neu. Ihr Wesen besteht nicht in hochintellektuellen Formeln. Sie wendet sich an das mächtige Urgefühl, das tief in unserer Seele verankert ist. In jedem von uns lodert die unüberwindliche Sehnsucht nach jener Heimat, wo jeder von uns sich als Teil einer großen Familie fühlen könnte, wo die alltägliche Arbeit nicht allein dem Lebensunterhalt dient, sondern ein freudiges Gefühl der Mitwirkung an etwas Größerem hervorrufen würde.
Nichts kann einem Menschen die Heimat ersetzen. Auch nicht der Wohlstand. Ohne Heimat kann ein Mensch nicht glücklich werden. Glück bedeutet – sich über ihre Erfolge freuen zu dürfen, stolz auf sie zu sein und zusammen mit ihr zu leiden – dies alles ist eben jenes Paradies, für dessen Verwirklichung die besten Töchter und Söhne unseres Volkes schon immer bereit waren, jeden Preis zu zahlen. Heimat ist die Zielrichtung aller Hoffungen.
In einem Gespräch erklärt mein Romanheld einem Mädchen, was seiner Meinung nach die Heimatliebe ist. Er sagt folgendes: 

Dieses Gefühl ist mystischer Natur. Es kann nicht nach Errungenschaften der Wissenschaft und dem sichtbaren Zivilisierungsgrad bemessen werden. Nicht mit den nüchternen Tabellen, in denen alle möglichen Für und Wider zusammengetragen wurden. Nicht nach dem Reichtum, sondern nach der Intensität des ausgelösten Glücksgefühls, nach der unmittelbaren Erfahrung der Gottgegebenen Zusammengehörigkeit. Sie verbindet alles: Leid und Freude, Zusammenbruch und Aufstieg, Vergebung und Reue! Vor diesem erhabenen Gefühl schwindet jede Angst, selbst vor dem Tod… Nur noch immerwährende helle Sorge um das Wohlergehen dieser großen Familie überstrahlt alles in deiner Seele, wie das Licht des Göttlichen. Selbst die Zeit hört vor diesem Gefühl auf: Du bist Vergangenheit und Gegenwart und Zukunft, die sich im Schicksal deines Volkes verkörpern… Ein Gefühl, das die Sehnsucht nach Kindern weckt und sie als Gottes Segen dankbar empfangen läßt… Kinder, in denen unsere Hoffnungen und unser Glück weiterleben!
… Wie ein immer größer werdender Kreis beginnt sie (die Heimatliebe) in eigener Familie, weitet sich über den Freundeskreis, über die engere Heimat hinaus und reicht bis an die entlegensten Grenzen deines Volkes. Wir sind alle verwandt! Wir haben das gleiche Schicksal, und es ist kaum möglich, außerhalb dieser großen Gemeinschaft das wahre Glück zu empfinden. Keine Weltanschauung, keine Sekte, kein Männerbund, wie exklusiv er auch sein mag, ist imstande, seinen Mitgliedern ein Gefühl von ähnlicher Erhabenheit und Tiefe zu schenken. Wer das Gegenteil behauptet, hat dieses Glück noch nicht erfahren. Er ahnt ja nicht einmal von dessen Größe! Doch auch sie tragen in sich diesen Funken. 

So beschreibt mein Romanheld sein Heimatgefühl. Und da er auch ansonsten so ehrlich handelt, verfallen ihm nach und nach nicht gerade weinige Mitschüler. Warum? Das können sie oft selbst nicht verstehen.
Einige Leser haben mir vorgehalten, ich habe meinen Romanhelden hoffnungslos idealisiert. Sein Verhalten, seine Auflehnung gegen den Zeitgeist seien an vielen Stellen realitätsfremd. Vielleicht haben sie recht. Dabei konnten sie aber doch nicht immer erklären, was konkret in seinem Benehmen so unmöglich ist! Wie dem auch sei, halte ich mir an Schillers Vorstellungen von der Kunst, die das Ideal zu verdeutlichen sucht.
Warum aber stößt mein Romanheld gelegentlich auf Ablehnung? Die Erklärung ist meiner Meinung nach denkbar einfach: Viele Leser haben bereits vergessen, wie ein Mensch aussieht, der sagt, was er denkt, und tut, was er für richtig hält. Und zwar unabhängig von dem jeweiligen Zeitgeist!
Daß man für ein derartiges Verhalten nicht selten einen hohen Preis zahlen muß, sollte selbst einem Kind klar sein. Doch die Menschen übertreiben oft bei der Einschätzung der möglichen Folgen einer solchen Lebenseinstellung. In den meisten Fällen nur um ihre eigene Tatenlosigkeit zu entschuldigen. Sehr oft hört man den banalen Satz: „Leider kann man in Deutschland darüber nicht reden!“
Warum denn?
Neulich sprach ich mit einem Professor. Er ist bereits weit über achtzig. Ein Alter, in dem die Angst vor möglichen Konsequenzen im irdischen Leben scheinbar in den Hintergrund treten sollte. Aber nein! Auch er wiederholt immer wieder das Gleiche: man darf in Deutschland darüber nicht sprechen, auf keinen Fall! Schließlich beendete er das Gespräch mit dem Vorschlag, dieses Thema am Telefon nicht mehr zu erörtern.

Der zweite Professor, übrigens ein Deutscher aus Rußland, erklärte mir nach dem Lesen meines Romans, daß man ihn bald verbieten würde. Sobald die zuständigen Behörden von diesem Buch erfahren, würden sie es verbieten!
Ich bin davon überzeugt, daß diese Äußerungen nichts anderes als Folgen der uns aufgezwungenen Selbstzensur sind, die sich tief ins Bewußtsein der Menschen eingefressen hat. Sie zu überwinden, sich selbst zu einer freien Persönlichkeit werden zu lassen – ist die Aufgabe jedes einzelnen Deutschen.
Gelingt es ihm, den Zeitgeist in seinem eigenen Denken zu überwinden, die Wahrhaftigkeit zu seinem Lebensprinzip zu machen, so erglüht sein Herz in heftigster Hingabe an seine Heimat und verändert sein früheres Leben. Dabei erlangt er nach und nach auch jene Ausstrahlung, die auf die meisten Menschen wie ein Zauber wirkt.
Diesen Zauber faßte der größte Philosoph aller Zeiten, Immanuel Kant, in folgende Worte: 

„Es ist überall nichts in der Welt, ja überhaupt auch außer derselben zu denken möglich, was ohne Einschränkung für gut könnte gehalten werden, als allein ein guter Wille.“ 

Etwas weiter erklärt er: 

„Der gute Wille ist nicht durch das, was er bewirkt oder ausrichtet, nicht durch seine Tauglichkeit zur Errichtung irgend eines vorgesetzten Zwecks, sonder allein durch das Wollen, d. i. an sich, gut…“ 

Kant erhebt dieses edle Gefühl zu einem alles überragenden Begriff, der den engen Rahmen der materiellen Notwendigkeit sprengt und in die heiligsten Bereiche der menschlichen Seele hineindringt.
So sagte er uns an einer anderen Stelle: 

„Wenn gleich durch eine besondere Ungunst des Schicksals, oder durch kärgliche Ausstattung einer stiefmütterlichen Natur, es diesem Willen gänzlich an Vermögen fehlete, seine Absicht durchzusetzen; wenn bei seiner größten Bestrebung dennoch nichts von ihm ausgerichtet würde, und nur der gute Wille… übrig bliebe: so würde er wie ein Juwel doch für sich selbst glänzen, als etwas, das seinen vollen Wert in sich selbst hat.“ 

Das ist der Zauber eines ehrlichen Menschen, der für seine große Familie, für seine Volksgemeinschaft alles zu geben bereit ist. Zu allen Zeiten war dieser Idealismus die ureigenste Eigenschaft der deutschen Jugend. Ihn zu wecken, ist unsere wichtigste Aufgabe!
Tue recht und fürchte nichts!“ sagten einst unsere großen Ahnen.
Gerade das wollte ich in meinem Roman fühlbar zum Ausdruck bringen. Diese Lebensauffassung haben fast alle unsere deutschen Größen vertreten. Ich wage es zu behaupten, daß dies der wahre Kern des deutschen Wesens ist, was die anderen Völker an uns so schätzen. Nicht umsonst erwartete der große russische Schriftsteller Alexander Solschenizyn gerade von unserem deutschen Volk eine geistige Erhebung, die die Welt verändern wird. Trotz momentaner Schwäche und Orientierungslosigkeit, trotz aller Widrigkeiten der Gegenwart glaubte einer der größten Bewunderer des deutschen Volkes an unsere Wiedergeburt.

„Deutsch zu sein heißt, eine Sache um ihrer selbst willen tun.“
Das sind die Worte von Richard Wagner. Er meinte damit die in der deutschen Seele tief verwurzelte wundervolle Eigenschaft, für eine große Idee, die aus der Tiefe der Volksseele emporsteigt, jedes Opfer zu bringen. Ja selbst sein persönliches Leben vollständig einer Idee zu widmen!
Wie Alexander Solschenizyn vertrat auch Nietzsche die gleichen Ansichten. Er sagte dazu folgendes:

Wir halten soviel von dem reinen und kräftigen Kerne des deutschen Wesens, daß wir gerade von ihm jede Ausscheidung gewaltsam eingepflanzter Elemente zu erwarten wagen und es für möglich erachten, daß der deutsche Geist sich auf sich selbst zurückbesinnt.
 

Dieser Satz behielt seine Gültigkeit auch nach zwei verlorenen Kriegen. Sicher war die Nachkriegszeit eine gewaltige Depression, die uns einen Sittenverfall bescherte, der von vielen als Ende der deutschen Welt empfunden wird. Doch wir müssen hinter die Fassade der oberflächlichen Lebensäußerungen sehen. Und dort erkennen wir, daß unser Volk in sich immer noch unermeßlich viel von jener edler Güte trägt, die uns Kraft und Hoffnung geben sollte. 

Nicht jammern, wie es leider zu oft der Fall ist, sonder jeden Abend sich selbst fragen, was ich persönlich heute meinem Volk und meiner Heimat geschenkt habe, damit wir diesen Zustand überwinden und unseren Nachkommen eine bessere Welt hinterlassen können.
Eine besondere, ich würde sagen, entscheidende Rolle dabei fällt der deutschen Jugend zu. Und vor allem jenen, die bereits unter solch widrigen Bedingungen den Weg zum nationalen Gedanken gefunden haben. Diese Jungen und Mädchen sind die geborene Elite unseres Volkes! Denn nicht die gesellschaftliche Stellung, nicht einmal die Fähigkeiten entscheiden über die Zugehörigkeit zur wahren Elite eines Volkes, sondern die Bereitschaft, freiwillig seine Pflicht zu tun und wenn nötig, Opfer zu bringen. Auch dann, wenn die anderen bereits versagt haben.
 

Zum Schluß will ich euch noch ein paar Worte über einen weiteren Hauptgedanken meines Buches sagen.
Wir dürfen nicht vergessen, daß die Wahrheit heute auf der Seite des deutschen Volkes steht. Wir haben einen großen Vorteil gegenüber den Verleumdern unseres Volkes: Wir müssen nicht lügen! Im Gegensatz zu unseren Gegnern sind wir bereit die Wahrheit zu akzeptieren, und zwar unabhängig davon, zu welchen Gunsten sie ausfällt.
Die Pseudoelite unseres Landes übernahm jedoch die Ansichten der Siegermächte. Sie wählten Betrug und Lüge als Mittel der Politik. Sie versuchen uns tagtäglich zu beweisen, daß die Wahrheit nur dann ausgesprochen werden darf, wenn sie in ihr ideologisches Weltbild paßt. Sobald sie jedoch gegen die vorherrschenden Ansichten verstößt, versuchen sie die Wahrheit zu kriminalisieren. Wer sich aber über die Wahrheit erhebt, wird früh oder später jämmerlich untergehen.
 

Ein französischer Schriftsteller sagte einst: „Wenn man die Wahrheit verschließt und in den Boden vergräbt, dann wird sie nur wachsen und so viel explosive Kraft ansammeln, daß der Tag, an dem sie durchbricht, alles, was ihr im Wege steht, fortfegt.“ 

Viktor Streck 

www.streck.info

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