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Reise nach Jerusalem
Mölzer, Strache und
Co. in Israel – die Fronten sind
jetzt klar

„Kaum sagt man die Wahrheit, schon
ist man ein
Verschwörungstheoretiker“, so könnte
man es in Abwandlung eines
Spontispruches aus den 70ern
formulieren. Der Aufschrei auch
patriotischer Gutmenschen ist noch
gut in Erinnerung, als diese vor
nicht allzu langer Zeit mit dem
Vorwurf konfrontiert wurden, einer „Israel-Connection“
anzugehören. Es sei eine
„Verschwörungstheorie“, daß der
Kampf gegen die Überfremdung Europas
durch zionistische Kreise zum Kampf
gegen den Islam umfunktioniert
würde.
War man in den Reihen gewisser
„Rechtspopulisten“ bisher darauf
bedacht, den prozionistischen und
proamerikanischen Kurs durch lautes
Geschrei gegen die islamische Gefahr
zu übertönen, so ist die Katze nun
aus dem Sack. Bedingungslos stellen
sich Strache, Dewinter und Co.
hinter die israelischen Ultras - auf
den Spuren des Ex-Faschisten Fini
wandelnd, der nach seinem Yad
Vashem-Bußgang zum Außenminister
Italiens aufsteigen durfte.
Verabschiedet wurde eine
„Jerusalemer Erklärung“, die in
einem uneingeschränkten Bekenntnis
zum Existenzrecht Israels innerhalb
sicherer und völkerrechtlich
anerkannter Grenzen gipfelte. Das
Existenzrecht Israels scheint keine
selbstverständliche Sache zu sein,
wenn es immer wieder so betont
werden muß. Was aber dem Faß
endgültig den Boden ausschlug, ist
die Tatsache, daß auch das jüdisch
besetzte Westjordanland heimgesucht
wurde, wo man es sorgsam vermied,
den Kontakt zur geknechteten
arabischen Bevölkerung zu suchen.
Stattdessen wurden die jüdischen
Landräuber (sogenannte »Siedler«)
von FPÖ-Chef Strache hofiert: „Unser
Herz ist mit Euch.“
Selbst von etablierten
Systempolitikern gab es nie
deutlichere Rückendeckung für das
rechtswidrige Projekt Siedlungsbau.
Der Abgeordnete Dewinter vom Vlaams
Belang verstieg sich beim Besuch
verschiedener Siedlungen zu der
Bemerkung, daß „diese Berge Tel Aviv
schützen“. Wegen der Geschichte und
aus Sicherheitsgründen müsse Israel
an den Siedlungen festhalten.
Dewinter traf sich zudem mit einem
Minister des rechtszionistischen
Likud-Blocks. Der jüdische Minister
verkünderte, die Aufgabe sei es,
„gemeinsam gegen den Islam zu
kämpfen“. Palästina-Reise der
populistischen Pseudopatrioten
bedeutet eine neue Phase in der
politischen Auseinandersetzung. Wer
sich gegen die Landnahme fremder
Völkerschaften in Europa ausspricht,
kann nicht gleichzeitig die
Vertreibung anderer Völker aus ihrer
angestammten Heimat befürworten. Tut
er das doch, sind offensichtlich
fremde Interessen im Spiel.
Uns von der NPD erfüllt es mit
Stolz, daß bei uns noch nicht einmal
vorgefühlt wurde, ob wir denn
mitreisen wollen. Nach dem
verbrecherischen Überfall
israelischer Soldaten auf die
Hilfsflotte für Gaza hatte Holger
Apfel im Sächsischen Landtag Israel
als Schurkenstaat bezeichnet. Die
Ansage hat den Adressaten
offensichtlich erreicht.
Die NPD wird weiterhin auf der Seite
der Völker stehen, vor allem der
geteilten und unterdrückten, zu
denen letztlich auch das deutsche
Volk gehört. Den USA und ihrer
Außenstelle im Orient ist zu
wünschen, daß sie ebenso friedlich
abtreten können wie vor nicht allzu
langer Zeit die Sowjetunion. Israel
wäre gut beraten, beizeiten auf das
Angebot des libyschen
Revolutionsführers Gaddafi
einzugehen und das kostspielige
Projekt „Judenstaat“ zugunsten eines
anerkannten Minderheitenrechtes
unter arabischer Oberhoheit
aufzugeben.
Wir erleben nun eine Klärung der
Fronten, dies ist zu begrüßen. Wer
um kurzfristiger politischer
Vorteile willen Grundsatzpositionen
leichtfertig preisgibt, hat seine
Glaubwürdigkeit verloren. Mit
solchen Leuten kann es keine
Zusammenarbeit geben.
13.12.2010
www.npd.de
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