Neue
NPD-Verbotsforderung ist plumpes Ablenkungsmanöver
Der
NPD-Parteivorsitzende Holger Apfel hat heute die erneut ins
Spiel gebrachte Forderung nach einem NPD-Verbotsverfahren
zurückgewiesen und weist auf Verstrickung der Geheimdienste hin.
Apfel erklärte:
„Ich bewerte
die neu entfachte Diskussion um ein Verbot der NPD als äußerst
plumpes Manöver, um von der Verstrickung des Verfassungsschutzes
in die Morde abzulenken. Außerdem wollen gewisse Kreise
offensichtlich die positiven Aufbruchssignale des
NPD-Bundesparteitages am vergangenen Wochenende ganz bewußt in
den Hintergrund treten lassen, indem man die Partei in einen
Zusammenhang mit einer Braunen Armee Fraktion bringen will.“
Während man
vom Zentralrat der Juden, der als erstes mit der Forderung nach
einem NPD-Verbot hervorgeprescht war, sowie der vereinigten
Linksopposition aus SPD, Grünen und der Partei DIE LINKE nichts
anderes erwarte, scheine jetzt auch die CDU auf diesen Unsinn
einzuschwenken.
Apfel
weiter: „Wenn man weiß, wie eng die Union traditionell mit den
Geheimdiensten verbunden ist, wundert man sich über dieses
Gebaren nicht mehr. Ganz offensichtlich ist bei den
Verfassungsschutzämtern, zumindest auf Landesebene, einiges aus
dem Ruder gelaufen.“
Der
NPD-Parteivorsitzende zeigte sich verwundert, wie wenig man aus
dem gescheiterten Verbotsverfahren gelernt habe. Offensichtlich
müsse man daran erinnern, daß damals die Problematik der V-Leute
zu der Einstellung geführt hat. Jetzt gebe es fast stündlich
neue Hinweise, daß auch im Fall der Zwickauer Terrorgruppe der
Verfassungsschutz seine Hände im Spiel hatte. Apfel wies auf
einen Artikel auf der Netzseite der FAZ vom heutigen Nachmittag
hin, in dem berichtet wird, daß bei einem der sogenannten
Dönermorde, am 6. April 2006 in Kassel, sich kurz vor der Tat
ein V-Mann in dem Lokal aufgehalten haben soll.
NPD-Parteichef Holger Apfel erklärte abschließend:
„Man kann
die Union nur dringend davor warnen, das Projekt eines
NPD-Verbotsverfahrens weiterzutreiben. Kritische Beobachter
glauben ja sogar, daß hier bewußt ein neuer Verbotsgrund
geschaffen worden ist. Das wäre ein Spiel mit dem Feuer. Die
Verbotsbefürworter wollen offensichtlich mit aller Macht wieder
einen 18. März 2003 erleben.“
Ergänzend
wies Apfel noch auf
einen heute eingebrachten Antrag der sächsischen
NPD-Landtagsfraktion hin, in dem jedweder Terrorismus,
insbesondere die sogenannten Dönermorde, verurteilt wird,
zugleich aber auch der Mißbrauch dieser Taten für die politische
Auseinandersetzung mit der nationalen Opposition zurückgewiesen
wird. Zudem fordern die Abgeordneten eine konsequente Aufklärung
der dubiosen Verstrickungen der Geheimdienste.
Frank Franz
NPD-Bundespressesprecher
14.11.2011
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