Holger Apfel ist
neuer Parteivorsitzender der NPD
Am
12. Und 13. November 2011 führte die
Nationaldemokratische Partei
Deutschlands (NPD) ihren 33.
ordentlichen Bundesparteitag im
brandenburgischen Neuruppin durch.
Unter dem Motto „Raus aus dem Euro“
stand vor allem die Neuwahl des
Parteivorstandes im Mittelpunkt des
Geschehens.
Mit besonderem Interesse wurde die Kandidatur um den
Parteivorsitz verfolgt. Die
Delegierten hatten die Wahl zwischen
dem bis dato amtierenden
Parteivorsitzenden Udo Voigt, der
die NPD 15 Jahre lang geführt hatte,
und seinem Herausforderer Holger
Apfel, Vorsitzender der NPD-Fraktion
im Sächsischen Landtag.
Nach einer intensiven Aussprache und kämpferischen Reden von
Voigt und Apfel entschieden sich die
Delegierten mit 126 zu 85 Stimmen
für Holger Apfel und seine
Vorstellungen einer „seriösen
Radikalität“ im Sinne einer modernen
und professionellen Partei auf den
unverrückbaren Fundamenten des
Parteiprogramms.
Apfel erklärte nach seiner Wahl, es seien alle eingeladen,
die sich konstruktiv und im Sinne
einer in die Zukunft gerichteten und
heimattreuen Partei einbringen
wollen. Als Stellvertreter wurden
Udo Pastörs, Vorsitzender der
NPD-Fraktion im Landtag
Mecklenburg-Vorpommern, Karl
Richter, Chefredakteur der Deutschen
Stimme, und Frank Schwerdt aus
Thüringen gewählt. Apfel dankte Udo
Voigt für seine langjährig
geleistete Arbeit, würdigte seine
Verdienste und zeigte sich ob des
fairen und kameradschaftlichen
Wahlgeschehens zuversichtlich, die
Partei nun gestärkt in die Zukunft
führen zu können.
In seinem Schlußwort bekräftigte der neue Parteivorsitzende
den unbedingten Willen, die NPD zu
einer zukunftsorientierten volks-
und heimattreuen Partei machen.
Einer Partei, die sich künftig noch
stärker und deutlicher von den
Brüsseler Globalisierungsfanatikern
abgrenzen werde. Zu der dieser Tage
von Prof. von Arnim gewonnen Klage
gegen die 5 %-Hürde zur Europawahl
erklärte Apfel: „Seit Monaten habe
ich immer wieder in meinen Reden auf
die hohen Erfolgsaussichten der
Klage verwiesen. Bis vor wenigen
Tagen wurde ich angesichts der oft
durchaus fragwürdigen Rechtsprechung
des Bundesverfassungsgerichts für
diesen Optimismus belächelt. Doch
seit Mittwoch wissen wir: Dieses
schäbige Instrument zur Kleinhaltung
fundamental-oppositioneller Kräfte
ist passé! Umso wichtiger ist nun,
daß wir nach einem hauptsächlich von
Personaldiskussionen geprägten
Parteitag geschlossen in die
politische Offensive gehen und die
erst vor wenigen Wochen gestartete
Kampagne „Raus aus dem Euro“ mit
noch mehr Leben erfüllen! Unsere
Aufgabe muß es nun sein, die
historische Chance zu nutzen, um
erstmalig in der Parteigeschichte
bei einer bundesweiten Wahl Mandate
für die NPD zu erringen und den
Bonzen im Europaparlament künftig
die Levisen lesen zu können“.
Gleichzeitig machte Apfel aber auch deutlich, daß es ihm
nicht in erster Linie darum gehe,
zwei oder drei Sitze in Straßurg zu
erobern: „Wenn wir 2014 ins
Europaparlament einziehen – und ich
bin fest davon überzugt, daß der
Wegfall der 5%-Hürde sowohl bei
unseren Wählern wie auch bei unseren
Aktivisten zu einem grndes
Mobilisierungsschub führen wird -,
so geht es vor allem darum, unsere
NPD noch stärker als politischen
Faktor in der Mitte unseres Volkes
zu etablieren. Ich bin sicher: Mit
der Medienhysterie nach einem Einzug
ins Europaparlament werden wir
wichtige Synergieeffekte freisetzen,
die dazu führen, daß wir im Herbst
2014 nicht nur in Sachsen zum
dritten Mal in den Landtag
einziehen, sondern auch die
Parlamente von Thüringen,
Brandenburg und des Saarlands
erobern werden!
Zum Abschluß des Parteitages sangen die Delegierten das Lied
der Deutschen.
In der anschließenden
konstituierenden Sitzung wählte die
neue Parteiführung das
Parteipräsidium. Zu den wichtigsten
Ämtern und Aufgaben zählen die
Bundesgeschäftsstelle mit Jens Pühse,
das Amt Recht mit Frank Schwerdt,
das Amt Öffentlichkeitsarbeit mit
Jörg Hähnel, die Pressestelle mit
Frank Franz und die Schatzmeisterei
mit Andreas Storr.
Auf der konstituierenden Sitzung
verabschiedete der Parteivorstand
eine politische Resolution, in
der die Nationaldemokraten in einem
ersten Schritt die Einführung einer
Volksabstimmung zu den
Rettungspaketen, den Ausstieg aus
der Eurozone und die Rückkehr zur
D-Mark einfordern; u.a. verbunden
mit den weiteren Forderungen nach
einem Austritt aus der EU nach Art.
50 EU-Verfassung und der
Rückübertragung der
Währungssouveränität nach Art. 88
GG.
Quele
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