Russland auf Schlingerkurs
In der Zeitschrift „Volk
in Bewegung“ Nr. 6/10 schrieb ich „Rußland
zwischen den Blöcken“ angesichts des globalen
russischen Lavierens zwischen SCO („Schanghaier
Organisation für Zusammenarbeit“) und NATO.
Inzwischen kommt die Widersprüchlichkeit und
damit Brüchigkeit des russischen Standpunktes im
Weltgeschehen noch deutlicher zum Ausdruck.Da
hat doch der Föderationsrat der föderalen
Versammlung der Russischen Föderation (Oberhaus
des russischen Parlamentes) anläßlich des 65.
Jahrestages des Beginns der Nürnberger Tribunals
einstimmig eine offizielle Erklärung abgegeben,
die an Geschichtsklitterung, Rechtsverdrehung
und selbst Masochismus nicht zu unterbieten ist.
Das russische Oberhaus entblödet sich nicht, dem
Nürnberger Verfahren „eine außerordentlich
wichtige Rolle bei der fortschrittlichen
Entwicklung des modernen Völkerrechtes und der
Entstehung des internationalen Strafrechtes“
zuzuweisen.
Diesem Oberhaus scheint
völlig entgangen zu sein, daß Rußland im Zweiten
Weltkrieg den „nützliche Idioten“ des westlichen
Kapitalismus bei der Niederringung des Deutschen
Reiches im Sinne eines europäischen
Bruderkrieges zu spielen hatte. Schlimmer noch:
das angeblich „moderne Völkerrecht“, welches die
Einmischung internationaler - im Zweifel
zionistischer - Kräfte in die inneren
Angelegenheiten von Drittstaaten (entgegen dem
klassischen Völkerrecht) erlaubt, bedroht
inzwischen auch Rußland selbst. Oder ist
besagtes Oberhaus Organ des Zionismus?
Richtig erkennt das
russische Oberhaus, daß „bestimmte Kräfte“ die
Rolle des Nürnberger Tribunals zunehmend
kritisch sehen und sogar die Taten der
Angeklagten rechtfertigen und insgesamt dabei
sind, die Geschichte des Zweiten Weltkrieges zu
revidierten.
Es hält dagegen, daß die
„historische Rolle des Nürnberger Verfahrens
verzerrt“ dargestellt würde. Es sei „ein
Präzedenzfall geschaffen worden, wo hochrangige
Beamte, Politiker und Militärs eines
Aggressorstaates der Gerichtsbarkeit eines
Internationalen Militärtribunals unterworfen
wurden. Die im Statut des IMT und in den
Beschlüssen der der VN-Generalversammlungen vom
11.12. 1946 und 27. 11. 1947 anerkannten
Grundsätze“ seien „den völkerrechtliche
Dokumenten der Nachkriegszeit zu Grunde gelegt“
worden.
Schlimm genug, denn „die
historische Rolle“ des IMT bestand u. a. darin,
Ankläger, Richter und Henker in einer Hand zu
sein, mit dem herrschenden Völkerrecht nahezu
sämtliche rechtsstaatlichen Grundsätze aus den
Angeln zu heben, die Verteidigung schwerstens zu
behindern und die „völkerrechtlichen Dokumente“
auf Erpressung, Folter und Fälschung aufzubauen.
Das tollste Bubenstück in
diesem Zusammenhang ist war aber, daß just der
sowjetische Ankläger General Rudenko den
deutschen Angeklagten ein Verbrechen in die
Schuhe schob und sie dafür verurteilte - nämlich
den Massenmord an polnischen Offizieren in Katyn
1940 - welches die Sowjets selbst begangen
hatten. Die Russische Staatsduma hat diesen
Tatbestand unter dem 26. 11. 2010 offiziell
zugegeben.
Nach Meinung des bekannten
westschweizer Publizisten René-Louis Berclaz
sind allein schon ob dieser Tatsache die Urteile
von Nürnberg nichtig (s. nachfolgenden Aufsatz
„Die Nichtigkeit des Urteils des Nürnberger
Tribunals“).
Was also das russische
Oberhaus anficht, die Revision des eigenen
Unterhauses - also des russischen Parlamentes
als Gesetzgeber - zu hintertreiben, dem auch und
gerade Rußland gegenüber angriffsbereiten
Zionismus die Mauer in einem beispiellosen und
unhaltbaren Justizskandal zu machen und
dergestalt russische Lebensanliegen zu
gefährden, bleibt einstweilen unerfindlich.
Es besteht schließlich
kein Zweifel daran, daß die „orangen
Revolutionen“ in der Ukraine, in Georgien und
anderenortes und insbesondere die militärische
Auseinandersetzung in Georgien/Südossetien vor
zwei Jahren zionistisch gesteuert waren und
sind.
Selbst Putin, der noch
Ende November 2010 die deutsch-russische
Zusammenarbeit in Berlin einmal mehr angemahnt
hatte, war sich nicht zu gut, anläßlich der
Feiern zur „Befreiung von Auschwitz“ einige
dumme Sprüche abzusetzen trotz der Tatsache, daß
sich die Häftlinge mehrheitlich gar nicht von
der Roten Armee befreien lassen wollten, sondern
es vorzogen, freiwillig mit ihren Bewachern
zurück ins Reich auszuweichen, darunter der
jüdische Deutschenhasser und spätere
Friedenspreisträger Ellie Wiesel.
Wenn also
Geschichtsfälschung und Justizverbrechen die
Grundlage der deutsch-russischen Zusammenarbeit
bilden sollen, dann hat diese keine Zukunft.
Dabei sitzen Deutschland und Rußland angesichts
der globalistischen Bedrohung durch den
Zionismus, also der drohenden Ausbeutung, in
einem Boot.
Es ist für das
postkommunistische Rußland hoch an der Zeit,
sich den geschichtlichen Tatsachen zu stellen
und sich von sowjetischen Rechtsbrüchen zu
verabschieden, um gemeinsam mit Deutschland die
Zukunft zu gewinnen.
Ein anderer Weg ist
derzeit nicht erkennbar. Eine deutsch-russische
Partnerschaft gäbe den Weg frei für eine
gedeihliche Entwicklung der Welt.
Rigolf
H e n n i g
Rigolf
Hennig:
Russland zwischen den Blöcken
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